Was ich gerade lerne

Das hier ist kein Versprechen. Das ist keine fertige Veränderung. Das ist, woran ich arbeite – ohne Anspruch darauf, dass es schon gut genug ist.

Präsent sein, auch wenn es unbequem ist

Ich lerne, nicht wegzugehen, wenn es schwer wird. Nicht in Arbeit zu flüchten, nicht abzuschalten, nicht auf 'später' zu verschieben. Da zu sein – auch wenn ich nicht weiß, was ich sagen soll.

Weniger versprechen, mehr halten

Ich lerne, keine großen Worte zu machen. Stattdessen: kleine, verlässliche Schritte. Dinge tun, statt ankündigen. Keine Versprechungen mehr, die ich dann doch nicht einhalte.

Konflikte nicht aussitzen

Ich lerne, Dinge anzusprechen, bevor sie sich aufstauen. Nicht zu hoffen, dass sie sich von selbst lösen. Nicht zu warten, bis es explodiert. Das ist schwer – aber ich sehe, warum es wichtig ist.

Unterstützung realistisch gestalten

Ich lerne, was Unterstützung wirklich bedeutet. Nicht nur 'sag mir, was du brauchst' – sondern selbst sehen, mitdenken, handeln. Und ehrlich sein, wenn ich etwas nicht kann. Nicht alles versprechen, aber das, was ich zusage, auch tun.

Grenzen nach außen ernster nehmen

Ich beginne zu unterscheiden, wo meine Prioritäten liegen. Dass ich nicht zwischen zwei Welten stehen kann und erwarten, dass das funktioniert. Ich übernehme Verantwortung für diese Grenzen. Das braucht Zeit – aber ich arbeite daran.

Eigene Überforderung rechtzeitig benennen

Ich lerne, zu sagen, wenn es zu viel wird. Nicht erst, wenn ich schon zusammenbreche. Nicht zu hoffen, dass ich es irgendwie schaffe. Sondern früher zu sprechen – auch wenn das bedeutet, zuzugeben, dass ich Grenzen habe.

Das ist keine Liste von Erfolgen. Das ist eine Liste von Dingen, die ich langsam begreife – und an denen ich arbeite. Ohne Garantie. Ohne Anspruch auf Anerkennung. Einfach, weil ich es anders machen will als bisher.